18. Januar 2015

"Windschrecke"

Das hätte auch schief gehen können!

- Beinahe auf den Tag genau vor zehn Jahren fegte der Orkan "Gudrun" über das Land und entwurzelte in einer Nacht so viele Bäume wie ganz Schweden in einem Jahr schlägt.

- Diesmal wurde es bei weitem nicht so schlimm, aber auch dem ersten Januarsturm "Egon" fielen etliche Bäume zum Opfer.

- Einer davon, eine Weide, auch bei mir.

- Sie stand vor dem Haus, ich freute mich schon darüber so eine gute Bienenweide früh im Jahr zu haben.
Leider stand sie auch genau in der vorherrschenden westlichen Windrichtung, und zwar so genau, dass sie weder auf Dach oder Windkraftrad, noch auf den Weg fiel.



- Ich war dann diese Woche vier Tage auf "Svenserum" hab einen Teil Ordnung geschaffen und mich dann sogar über dieses Opfer "gefreut".

- Selbst fing ich ja mal an eine "Schneise" zu schlagen damit der Wind besser ankommt. Dann half mir ja der Bauer in dem er den gesamten Hang "erntete".
Und jetzt der Wind.




- Seit die Weide nicht mehr steht, so läuft mein Windrad ruhiger als je zuvor (keine Verwirbelungen mehr) und ich konnte, bei frischem Westwind, nicht nur die Abende bei "Festbeleuchtung" verbringen, sondern auch noch meine Batterien laden.

- Alles in allem mal wieder Glück gehabt!



- Erst hat der Wind mir einen Schrecken eingejagt, jetzt steht dort eine "Windschrecke" und wacht über das Haus!

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21. Dezember 2014

Sonnenwende

Und wieder ein Mal ist es so weit...der kürzeste Tag, die längste Nacht für dieses Jahr ist erreicht.

- Und es ist ein Grund zum feiern und für viele der Grund ein (be)rauschendes Fest draus zu machen.

- Und wieder wird der Rekord geschlagen und es wird sich berauscht wie nie zuvor.

- Die Zeit der Sonnwende wird im Konsumrausch verbracht wie alle Jahre als wäre genau das der Sinn und Zweck des Ganzen.

- Und wieder wird darüber geschrieben und diskutiert, und, und, und da es ja die Zeit der Geschenke ist...so (ver)schenk ich uns das.

Das und ein paar Kalender mit schwedischen Motiven, denn ich denke dass unsere Zeitrechnung auch kommendes Jahr zwölf Monate hat auch wenn die dunkeln Wolken am Horizont und in der Atmosphäre mehr werden.

- Ein Grund zur Freude dass die dunkle Zeit am heutigen Tag für diesmal zu Ende geht ist es dennoch!

- Als ich noch zur See war, so hatte ich ja immer genügend Abstand und der Konsum hat mich nicht berührt.
Jetzt wo ich an Land bin, ist der Abstand allerdings geblieben, es berührt mich auch jetzt nicht mehr und ich nehme die ganze Sache sehr gelassen.

- Nicht nur "Skip" ist völlig konsumstressbefreit!


- In diesem Sinne eine gute Sonnwendzeit


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10. Dezember 2014

Ein kurzer Erlebnisbericht...

Endlich Sonne!

- Also, kurz entschlossen raus in den Wald, das Haus aufwärmen, die Bienen brauchen eine Milbenbehandlung, Sauna am Abend, eine ruhige Nacht auf der Lichtung.

- Es sind noch vier grad in Haus und wie immer heißt es den Küchenofen in Gang zu kriegen.
Also, erst einmal ein "Lockfeuer" unten im Schornstein entzünden damit die kalte Luft entweicht und der Zug richtig in Gange kommt.

- Schon bald höre ich wie der Luftzug loslegt und damit kann ich das Feuer im Ofen anzünden und schon bald brennt es mit guter Fahrt.

- Komisch, das Bullern im Kamin sollte eigentlich aufgehört haben, das Feuer dort ist ja niedergebrannt!
?
Es nimmt sogar noch zu!!
??
Und dann wird mir klar: Feuer im Schornstein!!!

- Schnell erst einmal alle Luftzufuhr schließen...aber das reicht nicht.

- Wasser!?

- Her mit der Blumenspritze, gefüllt, Druck aufgepumpt und mit feinster Düse die Glut im Schornsteinboden besprüht, dann auch das Feuer im Ofen gelöscht.

- Es zischt und Wasserdampf zieht durch den Schornstein, Glutstückchen fallen und ein wenig ruhiger erscheint es mir.
-
Wenn es nicht hilft, dann hab ich ja auch noch einen Feuerlöscher im Haus, aber es ist nicht so einfach damit in den Kamin zu kommen.

-Die ganze Prozedur mit der Spritze noch zwei mal wiederholt und der Wasserdampf tut seinen Dienst, kühlt die Glut.
Dann wollte ich aufs Dach und den Schornstein fegen...Leiter herbei, weiter aufs Dach und dann ging nichts mehr. Alles vereist!

- Und es flimmert heiß oben aus dem Schornstein...kein Rauch.

- Soll ich die Feuerwehr rufen? Brennt mir das Haus vor meinen Augen ab bis sie hier ist?

- Ich hab ja noch so einen Besen an einem Stahldraht!

- Her damit und von unten rein in den Schornstein geschoben. Drei Meter hoch reicht er. Mehr Glut regnet runter (und eine Masse Russ), wieder kommt die Blumenspritze zum Einsatz...und dann wird es still im Schornstein...

- Jetzt habe ich Zeit genug ein Seil um den Schornstein zu werfen und mit dessen Hilfe mich auf Knien hochgezogen.

- Mist, zwei Ziegel kaputt, aber das ist jetzt die geringste Sorge.

- Es steigen mir nur noch warme Luft und Russpartikel entgegen, mein Adrenalinspiegel sinkt wieder auf einen mehr normalen Pegel und ich fege den Schornstein gut und gerne zwanzig Minuten.

- Feuer gelöscht, Haus steht noch und ich atme aus!!!

- Und wo ich schon mal dabei bin, und wo es sowieso schon schmutzig im Haus ist so reinige ich alle Öfen...dann ist Hausputz angesagt.

- Nachdem drei Stunden später alles wieder einigermaßen in Ordnung ist, (die Ziegel ausgetauscht, die Bienen behandelt) entfache ich wieder ein Feuer im Küchenofen.

- Und noch nie hat der Ofen so gut gezogen wie jetzt!!!

- Ich sitze zwei Stunden mit gespitzten Ohren dabei, aber nachdem ich einen ganzen Eimer Russ aus dem Schornstein entfernt habe so bin ich recht ruhig, denn jetzt gibt es keine brennbares Material mehr!

- Die Sauna am Abend wird zu einem Genuss denn auch ich kann einen "Hausputz" gebrauchen!

- Im kommenden Frühjahr montiere ich eine Art Leiter so dass ich jederzeit den Schornstein erreiche und dann wird gefegt was das Zeug hält.

- Das Erlebnis möchte ich nicht noch ein Mal!


- Ich bin froh dass mir dieser Anblick erspart wurde...