31. Januar 2012

Von Null auf Sechzehn...in vier Stunden


Kalt war es im Haus als ich von meinem Törn um Mitternacht ankam, (wie immer um diese Jahreszeit), aber zumindest knapp über null Grad und vier Stunden dauerte es bis es einigermaßen angenehmen wurde.

- Die nächsten Tag verspricht der Wetterfrosch weit unter Null, und da ich nur ein paar Tage im Wald verbracht habe, so heißt es wieder ein Mal von vorne anzufangen und einzuheizen.
Es ist psychisch verlangend immer wieder ein Haus „bewohnbar“ zu machen aber irgendwie ist selbst das jedes Mal eine Art von „Törn“. Auch an Bord fange ich bei jedem Mustern im Grunde von vorne an.

- Ich kenne natürlich die Begebenheiten, weiß wie was funktioniert, aber ich starte auch immer wieder auf ein Neues.

- Also packe ich morgen mal wieder meine Sachen und mich zusammen um auf der Lichtung nach dem Rechten zu sehen.
Außer ein wenig Essen so ist die Motorsäge im Gepäck (sie war in der Stadt zum Einsatz gekommen) und dann heißt es das Haus und die Arbeit zu organisieren.
Die Feuer brennen ja mittlerweile schnell, wollen aber ständig gefüttert werden, während der Zeit die Kette schleifen, die Säge tanken, mich richtig anziehen und dann Tannen fällen.
Kaum liegt eine, heißt es wieder nach den Feuern zu schauen, kaum liegt die Zweite ist Kaffepause angesagt.

- Aber die Tage sind merklich länger geworden und ich habe schon kürzere Arbeitspässe erlebt.
Allerdings, es bleibt dabei, noch jedes Mal ist es eine Herausforderung im Winter hier oben Fuß zu fassen und ein ordentliches Tagwerk auf die Beine zu stellen.


- Doch die blauen Stunden kommen wieder...und diese hautnah zu erleben sind der Mühe wert!

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21. Januar 2012

Schöne Aussichten


Im letzten Beitrag schrieb ich noch dass „König Bore“ sich diesen Winter rar gemacht hat und als hätte er es gelesen, so fegt er heute über das Skagerrak mit voller Wucht.

video

- Seit zwei Tagen rolle ich endlich dem Ende des Törns entgegen. Gestern lag der Wind von Backbord aus Südwest hart an, heute kommt er mit Schnee aus Südosten und lässt die Wellen hoch gehen.
An Land habe ich bei Südostwind schon erlebt dass über ein Meter Schnee in vierundzwanzig Stunden niederrauschte, getrieben von einem harten Wind konnte ich die Schneewehen wachsen
sehen.
Nachdem den ganzen Winter über die Lichtung nur mal gerade gepudert war, kann es gut sein und ich muss Schnee schaufeln wenn ich an Land komme.

- Aber da ja alle Holzvorräte im Haus schon fertig gestapelt sind, so ist es nicht das Erste was ich mache denn er liegt sicher auch noch am nächsten Morgen.
Jedoch, die Vogelfutterhäuschen werde ich noch am Abend füllen damit der Tisch zum Frühstück gedeckt ist.


- Meine gefiederte Gesellschaft hier oben liegt mir zu sehr am Herzen als dass ich sie im Winter vergessen könnte.

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