2. April 2009

Frühlingserwachen

Heute ist er wach geworden, der Frühling,  mit ganzen 15 Grad im Schatten und das Leben hier auf der Lichtung wird auf einmal um so vieles leichter und einfacher.

- Im letzten Sonnenlicht haben die Amseln ihr Lied gesungen, der Wald erwacht immer mehr. Und den Abschluss vom Tag hat der Rehbock eben gemacht, sein heiseres „Bellen“ war unten von der Wiese zu hören.

- Ich habe vom Wind in den Bäumen geschrieben und dass sie sich Geschichten erzählen des Nachts, und wer das glaubt, dem kann ich auch sagen: hier oben fliegen selbst die Mäuse!

- Gestern Abend war sie wieder unterwegs, die Fledermaus die schon vor drei Jahren des Nachts hier um „Svenserum“ ihre Runden zog.

- Ja, es ist eine andere Welt der ich hier im Wald begegne.

- Aber leider habe ich Probleme mit 220 Volt. Obwohl das Windrad den ganzen Tag unter Begleitung des Rauschens der Bäume Wind zu Strom gemahlen hat, so will die Technik hier oben nicht so richtig. Ich denke es ist der Umwandler, der aus den 12 Volt 220 solche machen soll damit der Computer funktioniert der nicht ganz das Maß hält.

- Mit ein Grund, warum meine Beiträge zurzeit eher spärlich fließen. Leider lässt mich auch die drahtlose Technik hier oben „links“ liegen, ich bin im Radioschatten, (eigentlich recht positiv), denn auch das Mobiltelefon will nicht so recht.

Mit anderen Worten: eine ruhige „Wohngegend“.

- Es ist nun mal nicht einfach mit dem einfachen Leben. Ganz im Gegenteil. Das einfache Leben ist recht anstrengend und stellt andere Anforderungen. Vor allem and die Geduld. 

- Aber auch an die Muskelkraft.

- So ist denn heute der Schweiß geflossen beim Schlachten einer Tanne die jetzt in Scheite zerhackt auf dem Hof liegt.

- Ich schrieb über das Feuer das seine Rolle als Energiespender bald ausgespielt hat...und dann brannte ich heute Abend das alte Gras auf einem Teil des Landes ab und plötzlich wurde die Welt um mich herum magisch, ist doch das Feuer ist eine Kraft die uns seit Anbeginn des Menschwerdens fasziniert hat.

- Welches andere Lebewesen hier auf der Erde außer uns Menschen, glaubt von sich der Herr des Feuers zu sein?

 

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Lieber Kap Horn,
mit wachsender Faszination, hab ich deinen Blog gelesen...

ich bin sehr nachdenklich geworden... die Stille, die Einsamkeit..... die Dunkelheit..... deine Ausflüge in die Zuvielisation......
und ich hörte auf einmal, in dem Wald in dem ich spaziere, die Autobahn, den Zug, ich roch die Zichoriendämpfe der nahen Fabrik....

und ich wurde mir bewusst, wie degeneriert ich bin... und wie nötig ich ein Gleichgewicht brauche zu diesem Zuviel....

Seit ich die letzten zwei Jahre deines Lebens gelesen habe, ist meine Sehnsucht, erwacht, auch wenn ich weiss, wie hart es ist, greifbar realistisch notwendig unabdingbar, als Gedanke in meinem Kopf entstanden....

und ins Herz gehüpft....

Danke für all deine Worte... sie haben mich berührt....
auf magische Weise, haben sie an einer alten Sehnsucht gerüttelt.... die ich nicht benennen konnte.... doch der Wald, hier wo ich wohne, hat mich sofort fasziniert.... und wenn ich mir nun anhöre, was für einen Wald du kennst...... dann weiss ich, dass ich diesen Weg weiter gehen will... ich weiss nicht genau, was das heisst, aber genau das will ich tun..... mich verbinden mit der Natur....

Ich danke dir sehr für diesen Blog, für dein Mitteilen deiner Erfahrung und für deinen wundervollen Schreibstil....

Cassiopeia

Kap Horn hat gesagt…

Hej Cassiopia!

Ich brauche nur ein ein paar Schritte zu tun, und "Cassiopeia" steht ueber mir, da draussen auf der Lichtung im Wald.

Danke fuer Deine Worte, und ja, auch fuer uns "Herrscher" gibt es nur einen Weg.
Nur mit der Natur, nicht dagegegen ist der Richtige.

Mehr als so weiss ich auch nicht.

Geh also gut, "C" und auch wenn man auf diesem Weg gemau so stolpert wie auf allen anderen Wegen auch...so ist es zumindest ueber Wurzeln!

Anonym hat gesagt…

Lieber Kap Horn,
witzig dass du das erwähnst.... mit dem stolpern...
Mich hat es in diesem Wald schon viermal auf die Erde geworfen, weil gestolpert....
Ich wohne erst seit Februar hier... lach....

Wenn ich einen Tag nicht hingehen kann, bin ich am andern Tag ganz erstaunt, warum ich es mir nicht ermöglicht habe...
Es gibt soviele Vögel, Bäume, Sträucher, altes, neues, und die Seele des Ortes, zeigt sich dem, der immer wieder hingeht.... manchmal habe ich das Gefühl, der Wald zeigt mir... wo es lang geht, und wenn ich auf ihn höre, falle ich nicht hin... ich falle nur hin, wenn ich nicht dabei bin....bei dem, was ich tue... ich finde der Wald ist ein Zurückholer... einer der mich sanft mahnt, und flüstert.... Jetzt, es ist Jetzt.....

Merci für den Strom....den du mir geschenkt hast....

Liebe Grüsse

Cassiopeia