14. Oktober 2009

Der Nase nach

Geruch und Erinnerung sind unweigerlich miteinander verknüpft.

- Die Nase spielt eine größer Rolle in unserem Leben, als uns meist bewusst ist. Das reicht von: „Ich kann Dich nicht riechen“ bis hin zu naseweis sein. Man kann sie in alles Mögliche stecken, und manches kann einem an der Nase vorbeigehen. Wir können sie dem anderen lang machen, oder selbst eine bekommen. Pinocchios Nase wurde für jede Lüge länger und einen Stüber können wir auch drauf verpasst kriegen.

- Wir können wirklich und sinngemäß drauf fallen und wir können ihr folgen. Laufen kann sie sowieso von alleine, triefen wie Nebel von Zweigen auch.

- Wir brauchen sie zum Schmecken und letztendlich auch zum Riechen.

- Und einen Geruch den ich für mich immer mit Svenserum verbinden werde, ist der Geruch von Rauch. Aber nicht irgendeiner, sondern der von Tannenholz.

- Das Haus riecht immer ein wenig nach Rauch, selbst wenn es wochenlang leer stand und den Sommer über nicht geheizt wurde Obwohl alles geputzt und gewaschen ist, so bleibt ein leichter Hauch in den Wänden sitzen und empfängt mich immer wenn ich nach den Wochen zur See die Tür aufmache. Es riecht ganz einfach nach "Svenserum".

- Am Anfang war der Geruch von einem Tannenfeuer recht ungewohnt für mich, denn meist wird ja Birke verbrannt. Und da ich ganz zu Anfangs wirklich Probleme mit dem Küchenherd hatte, so hat er mir öfter mal das Haus mit Rauch gefüllt.

Aber nicht nur im Haus, auch draußen kann es manchmal sehr nach Rauch riechen.

- Die hohen Bäume lassen je nach Wetterlage den Wind nach unten wirbeln, drückt den Rauch zum Boden, lässt ihn über die Lichtung schweben ehe er sich zwischen den Bäumen auflöst.


- So wird für den Rest meines Lebens der Geruch eines Tannenholzfeuers sobald er mir in die Nase steigt mich an "Svenserum" erinnern.

Kommentare:

Gabriele hat gesagt…

Hej, Nas,pardon, Kap Horn,

danke für diese Erinnerung.

Beim Lesen hier stieg mir ein ganz typischer und für mich einmaliger Geruch in der Nase hoch.
Den habe ich in jungen Jahren auf Grund gewisser Widrigkeiten nur selten erschnuppern können.
Nämlich dann, wenn ich meine Großeltern besuchen konnte und dort das Haus betrat.
Aber trotzdem unverwechselbar und für immer in der Erinnerung gespeichert.

herzliche Nasengrüße

eine begeisterte Leserin Deines Blogs

Kap Horn hat gesagt…

Hej Gabriele

schön zu lesen, dass Du begeistert bist, noch besser, dass die wenigen Zeilen bei Dir genau das ausglöst haben, worum es mir ging.

Ja, es funktioniert!