14. Juli 2010

Schattenreich

Es ist ein heißer Sommer heuer, und da ist das Thema ”Schatten” ja recht naheliegend. 


- Auf eine Art bin ich froh darüber, dass diese Lichtung im Schatten liegt. Nein, nicht im Schatten der Tannen, der ist mir zu dunkel, sondern im heute so seltenen: Radioschatten.



- Schon immer war die Mobiltelefonverbindung schlecht hier oben, ja an manchen Stellen kommt kein Anrufsignal durch und ich bin unerreichbar. Auch der Radioempfang ist schwächer.
Das Gleiche gilt für meine mobile Internetzverbindung, und auch wenn es manchmal langsam geht so finde ich es doch sehr positiv diesen Strahlen weniger ausgesetzt zu sein.

- Ich bin nicht beunruhigt darüber ob diese Strahlen, denen wir alle täglich ausgesetzt sind, schädlich für mich persönlich sind. Oder die Magnetfelder die vom Stromnetz ausgehen (obwohl, ich möchte nicht an einer Hochspannungsleitung wohnen!).

- Ich bin mir darüber bewusst, dass ich rein physikalisch gesehen nämlich davon beeinflusst werde.
Mein Körper besteht aus ca. 70 % Wasser, und H2O ist ein ”Dipol” oder anders ausgedrückt, so hat dieses Molekül einen Plus und Minus Pol. Und wenn ein solches Molekül in ein Magnetfeld gerät, so richtet es sich nach diesem Feld aus.
Diese Beeinflussung geht nicht von der Hand zu weisen.

- Was ich bei Stromausfall in der Stadt bemerke ist eine Art ”Ruhe” die plötzlich in der Luft zu spüren ist. Und das empfinde nicht nur ich so sondern auch andere Menschen im Wohnviertel registrierten das schon.

- Auch das ist einer der Gründe warum ich mich an kein Stromnetz anschließen will. Mit 220 Volt und noch dazu oszillierend will ich hier so wenig wie möglich zu tun haben.
Ich genieße und spüre auch diese Art der Ruhe hier im "Schattenreich".

- Allerdings so finde ich diese mobile Technik gleichzeitig faszinierend und nutze deren Möglichkeiten auch aus. 


- Nur weil ich es einfach belassen will, muss ich ja nicht auf alles verzichten.


***

Kommentare:

krümel hat gesagt…

Was für ein Foto!
Ich kann deine Argumente gegen Strom schon verstehen und doch bringt er so manche Erleichterungen mit sich. Das Verhältnis dazu ist halt zwiespältig.Besonders schlimm finde ich die Abhängigkeit in der wir-damit meine ich den Großteil der Europäer- leben und wie uns besonders hier in D nach der sog. Liberalisierung des Strommarktes die Preise diktiert werden und wir ständigen Preiserhöhungen ausgesetzt sind.
Ich habe letztes Jahr in Schweden eine Deutsche kennengelernt, die 20 Jahre in S ohne Strm gelebt hat und so ihre vier Kinder (incl. Wäsche waschen per Hand) dort aufgezogen hat. Hut ab vor der Leistung.
Das ist schon eine Herausforderung.
Gruß Krümel

Kap Horn hat gesagt…

Hej

Ja, das Bild ist Indien in einer Nussschale.
Da fahren Ochsenkarren wie vor 1000 Jahren und "moderne" Autos nebeneinander auf der Strasse.
Da lebt die Vergangenheit und Gegenwart noch immer Seite an Seite.

Leider aber ist die Anzahl die ohne Strom auskommen muessen noch immr riesig. Dabei kann man gerade in dem Sonnenland Indien mit einfachen Mitteln fuer Beleuchtung sorgen.
Aber es fehlt einfach an Kapital und wohl auch Willen, denn Iniden ist ein reiches Land.

Namasté