15. Februar 2011

Eine unglaubliche Reise

Selbst auf die Gefahr hin, dass mir so manche/r zu Anfangs nicht Glauben schenken wird, mich auslacht oder einen Spinner nennt...aber spätestens am Ende der Geschichte nicht anders kann als von dessen Wahrheit überzeugt zu sein...

- Es war im August letzten Jahres, die Abende wurden schon wieder früh dunkel aber noch war die Wärme des vergangen Sommers in der Luft und wie geschaffen um mit einem Glas Wein den ersten Sternenhimmel wieder zu bestaunen.
Das Band der Milch- oder wie sie hier heißt „Winterstrasse“ war wieder über der Lichtung zu sehen nachdem es den ganzen Sommer über den hellen Nächten wegen unsichtbar war.

- Ich saß also in aller Gemütsruhe und bestaunte wieder einmal die Sternenpracht als etwas Eigenartiges geschah.
Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, ob ich kurz einen „black out“ hatte oder was mit mir von statten ging. Eben saß ich noch mit einem Glas Wein auf der Lichtung und im nächsten Augenblick war ich an Bord eines, ja lache nur, Raumschiffes!

- Ich weiß, es hört sich an als hätte ich nicht mehr alle (fliegenden Unter-) Tassen im Schrank, aber es ist tatsächlich die reine Wahrheit.
Eben noch hörte ich Grillen zirpen und den Bruchteil einer Sekunde später war ich in den Tiefen des Weltraums unterwegs mit der unglaublichen Geschwindigkeit von sage und schreibe: 190375 km/h laut Bordcomputer, und ich hege wenig Zweifel an deren Richtigkeit.

- Aber was sind schon 190375 km/h gegenüber der Lichtgeschwindigkeit. Die Reise verlief also noch immer in behaglichem Tempo.

- Dieses interstellare Schiff hatte unüberschaubare Ausmaße und es gab alles an Bord, das ein Leben für lange kosmische Reisen aufrechterhalten konnte. Genauso so war die Anzahl der Besatzungsmitglieder von einer Größenordnung die ich nicht greifen konnte.

- Was mich direkt erstaunte war, welches Vertrauen man an die technischen Lösungen hatte um das Schiff in Gange zu halten während dieser Reise ins Ungewisse.
Denn wen ich auch fragte; niemand wusste das Ziel der Reise sondern es war wie im „Krieg der Sterne“...man vertraute der „Kraft“ auf dem richtigen Weg zu sein.

- Ich traf recht viele verschiedene Besatzungsmitglieder welche alle ihre Aufgabe hatten nur zur Brücke selbst bekam ich weder Zugang noch wusste niemand den ich fragte, wer denn eigentlich den Befehl an Bord hatte.
Man sah zwar immer wieder einmal Offiziere, aber damit hatte es sich dann auch.

- Wie lange ich an Bord war weiß ich nicht, aber ich erinnere mich genau daran, dass plötzlich „Alarmstufe zwei“ (von drei möglichen) angekündigt wurde.
Irgendetwas mit der Energieversorgung und dem System der Lebensaufrechterhaltung schien nicht recht zu funktionieren, Unruhe machte sich auf dem Raumschiff bemerkbar.
Die Warnungssignale wurden immer stärker und plötzlich...fand ich mich bei einem Glas Wein sitzend auf der Lichtung wieder!

- Hatte man mich einfach kurzerhand wieder „zurückgebeamt“ wie bei dem Raumschiff Enterprise?
Ich kann darauf beim besten Willen nicht antworten denn das liegt für mich in Dunkel gehüllt.
Aber ich kann mich genau daran erinnern, das Sternbild „Orion“ räumlich von der Seite gesehen zu haben. Auch einen Blick auf den „Andromeda Nebel“, die Galaxie die uns am nächsten liegt, habe ich von oben werfen können.


-Die Tiefe des Raumes wird für den Rest meines Daseins ein unvergessliches Erlebnis bleiben und auf immer seine Fazination auf mich ausüben.

- „Das hier glaubt mir niemand wenn ich es erzähle“ dachte ich nur und deshalb habe ich bisher auch nicht darüber berichtet.

- Viele der Einzelheiten dieser unglaublichen Reise verblassen langsam immer mehr, allerdings den Name des Schiffes werde ich auch nicht vergessen!

- Wie er lautet willst Du wissen?


„Tellus“ heißt das gute Schiff, hier zusammen mit der kleineren "Tellurium" unterwegs durch die Tiefen des interstellaren Raumes.

-Willkommen an Bord!

***

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hej,
ich lese deine Seiten nach einer Fastenwoche, auch Notebook aus, gehört für mich dazu. Und neidvoll bleibe ich bei dieser Seite hängen.
So nicht, denke ich und setze mich mit einer Tasse Kräutertee an meinen Küchentisch, es ist die Stunde in der der Tag schwindet und ich zünde mir eine Kerze an. Ihr Schein spiegelt sich in der Scheibe des Küchenfensters und ich bin voller Erwartung...... Wie ungerecht ist dieses Leben, nicht die allerkleinste "Tellus" läßt sich blicken, ich hätte mich auch mit einem "Tellumo" begnügt! Nichts,;-)! Ich denke dazu bedarf es einer stillen, schönen Lichtung!
Danke und eine gute Heimkehr.

Kap Horn hat gesagt…

Hej

"Tellumo" ist zumindest in Suedengland unterwegs, denn hier ist der Rababer dabei schon seine ersten Blätter zu entwickeln.

Bitte "Anonym" und meinerseits ein "Danke" fuer Deine guten Heimkehrwuensche!

:-)

Kap Horn