29. April 2011

Die Un-heilmittelindustrie

Wieder einmal mehr hat die Medizinmaffia ihr Unheil angerichtet.

- Ab übermorgen ist es nämlich gesetzlich verboten Naturheilmittel die selbst seit hunderten von Jahren erprobt sind ohne eine umfassende Testserie auf den Markt zu bringen.
Damit schneidet diese Maffia mit Hilfe der „Gesetzesgeber“ der „ver(unr)einigten Europäischen gemein Schaft“ den kleineren Herstellern schlicht und einfach den ökonomischen Hals ab, denn diese Teste sind umfassend und daher teuer.

- Ich finde das...ach was, ich lasse mich nicht darüber aus, das verdirbt nur Dir und mir die Laune, denn was und wie ich über die unermessliche Gier und die Machenschaften des Kapitals denke dürften die meisten Leser-innen sowieso mittlerweile wissen.

- Und da fällt mir gerade ein: es ist hier in Schweden nur erlaubt Wein für den Hausgebrauch aus Beeren und Früchten herzustellen.
Alles andere so wie Rotebeete, Kartoffeln, Zuckerrüben und Honig! (und das im Lande des „Mets“) als Rohwaren zu nehmen ist schon lange verboten.
Unter dieses Verbot fällt auch Wein aus Blüten zu gären.
Aber wie heißt es noch gleich: „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Wiederstand zur Pflicht!“

- Wenn ich in einer Woche an Land bin so werde ich also als „pflichtbewusster Bürger“ wieder einmal zur Tat schreiten denn die Waldwiesen um "Svenserum" dürften wohl gelb sein von Löwenzahnblüten...und dieser Wein wird bei richtiger Behandlung wirklich gut und ist, in der rechten Dosis genossen, ein Heilmittel.
Glaubt mir!


- „Skål ta mig fan!“ oder auf gut Deutsch: „Prosit zum Teufel!“


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Kommentare:

maroni hat gesagt…

Hallo Käpt´n,
als "Kräuterhexe" hab ich da auch mein "Bauchgrimmen" bei diesen Ansinnen.In Kanada soll es angeblich schon verboten sein, Heilkräuter im eigenen Garten anzupflanzen...so weit kommt es bei mir sicher nicht.Sollte irgendjemand amtlich da in mein grünes Refugium schnüffeln und amtshandeln kommen, dann werde ich ihm am Tor schon höflichst einen "grünen Smoothie" mitr besonderer Wirkung aus eigener Erzeugung anbieten, dann ist er sicher nicht mehr in der Lage den Garten auch nur zu besichtigen!!;) Ich denke da an Aconitum, Digitalis, etc der schönen Blumenstauden!
Und kein Mensch kann uns zwingen in den Wiesen zu ernten...wissen und kennen muss man halt, was man wo sucht!und wofür es zu gebrauchen ist.
Wer soll den gebauten Mist denn alles kontrollieren?
Bei uns ist es mit dem Schnapsbrennen nicht so restriktiv. Da kann ich aus jedem Feldrain ein Feuerwasser brauen und verkaufen!
Tipp:Topinambur = 'Schnapskartoffel, die bringt man ohne Wühlmäuse sonst nicht mehr los!
Maroni
die zwar ihre Trauben selber isst und den Wein vom Biobauern kauft, aber Teile ihres "Vermögens" auch "hochprozentig" investiert.;)

Uschi hat gesagt…

Hallo Käpt`n

Ich kann Dir Entwarnung geben, in Deutschland werden Heilpflanzen nicht verboten.
Hier ein Link zum nachlesen.
http://www.absolut-bio.de/dubiose-kampagne-eu-plant-angeblich-verkaufsverbot-von-heilpflanzen/

natürliche Grüße aus Bayern
Uschi

Kap Horn hat gesagt…

Hej Maroni und Uschi!

Danke fúer Euer Intresse an der Sache an sich.

Aber es sieht "dunkel" aus fuer die kleinen Firmen die Naturarzniemittel herstellen.

Wer "Musse" hat, kann sich die Richtlinien hinsichtlich traditionell pflanzliucher Arzenimittel einmal durchlesen.

Und dass der unterzeichnende Präsident "Roche" heisst ist nur ein "dummer" Zufall...? :-)

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:32004L0024:DE:HTML

Es wehen immer stärkere Raubritterwinde ueber die Welt...

maroni hat gesagt…

Vielleicht können sie die Kleinbetriebe kurzzeitig auch austricksen indem sie die Bezeichnung ändern.
Eben nicht Naturheilmittel sondern vllt."überlebensmittel"?? "Deko---für Heilung nicht geeignet"
Irgendwie kann man den Raubrittern immer den "Wind aus den Segeln nehmen"
Privat kann ich sie ja einfach ignorieren.
Ich würde meinem Produkt einen Phantasienamen geben und drunter schreiben...."früher hieß das soundso"..im kleinen Kreis weiß jeder was er dann bekommt. ODER es kann auch anders kommen, ALLES hat auch ein Ende...auch die EU, vielleicht können wir es sogar erwarten.jeder Luftballon platzt, wenn man ihn zusehr aufbläst!

Anonym hat gesagt…

Hallo ihr 3,

ich denke ähnlich! Es ist einmal mehr ein perfektes Zusammenspiel von Wirtschaft und Politik. Die kleinen Hersteller werden untergehen, dank teurer Testverfahren. Und das ist mehr als schade, nicht nur wegen der verlorenen Arbeitsplätze!

Aber wir sind doch lernfähig, müssen daher nicht unbedingt Kräuter kaufen;-)

Übrigens ist die Sache mit dem geänderten Namen einer Pflanze schon in den Gartencentern angekommen. So kaufte ich vor einigen Tagen Süßkraut mit dem schriftlichen (!) Hinweis: Stevia wird in Südamerika und Afrika als Zuckerersatz verwendet. In der EU ist es dafür nicht zugelassen. *grins*

Und ja, der Hauswein *hmm*. Schlüßelblumen, Holunderblüten, Rhabarber... jaaa, ohne viel Aufwand und doch so lecker. Löwenzahn wird es dieses Jahr zum 1.x geben. Bin gespannt...

Käpt'n vergiß nicht die Lindenblüten zu ernten. Schmecken wirklich toll als Gelée, Sirup oder Wein. Nur Tee wäre doch auf Dauer langweilig ;-)

LG und noch eine schöne Hexennacht

Tika