19. November 2012

Der heisse Krieg

Der kalte Krieg gehört (hoffentlich) der Vergangenheit an, der „heiße“ Krieg der nahen Zukunft, wenn er nicht schon begonnen hat.

- Weltweit sind sich führende Forscher recht einig darüber, dass sich die Durchschnittstemperatur um angenommene vier Grad bis Ende dieses Jahrhundert erhöhen wird falls wir nicht umfassende Maßnahmen ergreifen um dies zu verhindern.

- Ich werde hier nicht ein mögliches Schreckscenario malen, ich werde keine Zahlen oder Diagramme zeigen sondern versuchen meine eigene, sehr vereinfachte Sichtweise zu erklären, warum ich denke dass sich ein Klimawandel schon vollzieht, wir der auslösende Faktor dafür sind und Statistik, wenn auch bestimmt zum Teil fehlerhaft da die Modelle sehr komplex sind, das zeigt.

- Heute nahm ich an diesem Rapport teil der von der Weltbank initiiert und herausgegeben wurde.
Für mich zeigt es, dass sich „das Geld Sorgen“ macht um unsere, oder sollte ich sagen um die eigene, Zukunft. Natürlich werden Stimmen laut die sagen: „Noch ein Taschenspielertrick und Angstmache um Geld herauszuschinden um ihre Sicht der Dinge durchzusetzen“.

- Ich stimme ihnen in so fern bei, als dass die Banken schon immer versucht haben an allem Geld zu verdienen, erst am Krieg auf beiden Seiten, dann am Frieden.
Auch an den kommenden Problemen werden sie versuchen ihre Kassen zu füllen.
Allerdings, wenn die Grossfinanz zu Maßnahmen aufruft, ja fordert, so ist es noch ein Zeichen das ich nicht negligieren will denn mit einer dermaßen hohen Erwärmung geht es auch den führenden Kräften, deren Kinder und Enkel an Kopf und den gestärkten, weißen Kragen.
Und an den Geldbeutel.

- Ich persönlich muss nicht einmal Forscher zu Rate ziehen um einzusehen dass die Erde wärmer wird durch unsere Lebensweise.
So sitze ich zur schreibenden Stunde auf einem Tankschiff mit zwölf Millionen Liter Benzin an Bord das in unseren Industrien und Autos letztendlich zu Wärme und Kohlendioxid wird.
Und dies ist nur eins der Schiffe die in unseren Gewässern Tag für Tag, ob Winter oder Sommer, Weihnachten oder Ostern diese fossile Energie verteilen. Die Menge in einem Jahr nur in der Ost-und Nordsee ist gewaltig, weltweit ist sie gigantisch, und für mich ist es ohne Zweifel dass dies unsere Atmosphäre beeinflusst. Vom zunehmendem Gasverbrauch ganz zu schweigen.

- Genauso habe ich in den achtundzwanzig Jahren in Schweden gemerkt dass die Luft gerade bei südlichen Winden immer schlechter geworden ist und wundere mich nicht über den Grund.
Gleichzeitig wie wir der Gashülle mehr Masse zuführen, so steigt ihr Energiegehalt in Form von Wärme...

- Was mit unserer Erde geschieht wenn die Gashülle immer dichter wird und die einfallenden Sonnenstrahlen nicht mehr in gleicher Weise wie vor der industriellen Revolution wieder zurückgestrahlt werden können habe ich handgreiflich mit dem Bau eines Sonnfängers nachgemacht.
Wir sind dabei in kürzester Zeit Kohlenstoff freizusetzen der Milliarden Jahre gebraucht hat um gebunden zu werden und in die Atmosphäre zu speien. Und dass der Gehalt stark gestiegen ist, lässt sich ohne Zweifel messen.

- Dass wir nicht unbegrenzten Zuwachs in einer begrenzten Welt haben können dürfte, außer den Ökonomen und Politikern, so ziemlich jedem als selbstverständlich einleuchten und wohin exponentielles Wachstum führt, zeigt die Anekdote des verdoppelten Weizenkorns auf den vierundsechzig Schachfeldern nur zu anschaulich.

- Mit steigender Temperatur so fangen natürlich die Meere und Seen an mehr Wasser abzudunsten, die Winde tragen diesen Feuchtigkeit, transportieren sie weiter so lange die Luft das Wasser halten kann.
Die Anzahl der grauen Tage in unseren Breiten steigt, die Regen- und Schneemenge genauso und massive Überschwemmungen sind das Ergebnis davon.

- Jetzt gibt es ja Stimmen die gerade hier in Schweden laut werden: während der vergangenen Winter sei von der globalen Erwärmung nichts zu spüren, ja das Gegenteil wäre der Fall.
Aber auch das wundert mich nicht und meine Erklärung dazu ist absolut unwissenschaftlich doch für mich wegen ihrer Einfachheit sehr einleuchtend.
Die warme Luft die wir schaffen steigt natuerlich nach oben, fließt hin zu den Polen, sinkt ab und verdrängt damit die kalte Luft die tiefer liegt. Damit werden erst einmal die Winter kälter. Gleichzeitig werden die Pole wärmer und den Effekt sehen wir. Es reicht mit Google-maps einmal zu vergleichen wie es vor Jahren aussah um sich selbst ein Bild zu machen.

- Um diese Herkulesaufgabe die uns bevorsteht bewältigen zu können so müssen wir nicht nur unseren Lebensstil ändern, unsere Technik haltbar machen, sondern völlig neue soziale Strukturen und Wirtschaftssysteme müssen entstehen.
Der kapitalistische Raubbau, der eben noch „siegreich“ aus dem Kampf um die Weltherrschaft hervorgegangen ist, hat die Welt an den Rand des Untergangs geführt...und wir haben uns führen lassen!

- Auch hier wird sich etwas ändern und dabei spielt das Internetz immer mehr eine führende Rolle für die eigene Meinungsbildung und Weltauffassung. Hier gibt es Informationskanäle die nicht nur der Propaganda zur Verfügung stehen, sondern auch Dir und mir.

- Obwohl die Zeit drängt so muss es vielleicht erst noch schlimmer kommen da noch zu viele ihren Kopf in den Sand stecken, bevor ein Umschwung  geschieht und es besser werden kann.


- Manche können oder wollen es kaum glauben, aber der "heisse Krieg" hat schon begonnen... 


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