11. Mai 2010

"Oazapft is"



So, der erste Schritt für eines der vorgenommenen Projekte in diesem Jahr ist getan: ein neues Sonnenpaneel ist bestellt.

- Ich rechne damit, dass ich in der nächsten Woche noch ein 60 Watt Sonnenpaneel geliefert bekomme und damit meine Stromversorgung im kommenden Winter verbessere.
Geplant ist es, diese Kraftquelle auf der Süd-ostseite des Hauses oben unter das kleine Fenster zu montieren wo es die schräge Sonne im fast 90 Grad Winkel im Winter für ein paar Stunden auffängt und ausserdem schneefrei bleibt.

- Etwas Erfreuliches; die Preise sind in den vier Jahren um fast 40 % gesunken, der Wirkungsgrad ist allerdings gleich geblieben und liegt noch immer bei ungefähr 18 %.
Auch auf der Batterieseite geschieht eine Weiterentwicklung wie ich lese, aber noch brauche ich meine vier Batterien mit 440 Ah nicht auszutauschen.

- Und da ich schon mal dabei war, so habe ich auch ein Instrument gefunden das ich zwischen Windkraftwerk und Batterie einbaue und mir die gelieferte Energie von dem Rad aufzeichnet.
Es interessiert mich ganz einfach denn ich will wissen, wie viel der Wind beisteuert und auch das neue Sonnenpaneel wird dort registriert.
Die anderen drei auf dem Dach laufen über einen eigenen Regulator.


 - Es ist ein gutes Gefühl die Energie direkt von der Ursprungsquelle zu "zapfen" und es passt noch dazu in den Wald, machen doch die Gewächse das Gleiche. Nur viel gekonnter.


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(Sollte jemand technische Fragen haben, dann beantworte ich sie, wenn ich kann, gerne.)

9. Mai 2010

Diffuses

Tagelang im Nebel zu verbringen wo das Vorschiff das Einzige ist, das das Auge fängt und außerhalb dieser kleinen Welt ansonsten Himmel und See zu einem Grenzenlosen verschwimmen mit dem Schiff im Raume hängend formt das Dasein auf seine Art.

- Wie ganz anders an Land wenn der Nebel in Schwaden zieht oder einfach alles in sein feucht-weißes  Tuch einhüllt. Egal wie dicht, so gibt es doch immer ringsum etwas das dem Auge einen Anhaltspunkt gibt und selbst wenn der Himmel die Erde berührt, so ist die Erde noch immer sichtbar.
Es tropft von den Zweigen und Blättern, die Natur riecht, vor allem im Frühling und Herbst auf ihre ganz besondere Weise. Geräusche werden anders getragen und es ist schwer deren Quelle auszumachen.



- Ich habe sie schon oft erlebt hier oben im Wald, diese Tage wo ich mir wie von der Außenwelt abgeschnitten vorkomme, ja die Außenwelt scheint sogar aufgehört zu haben.
Die Welt schrumpft und wohin ich mich wende, bin ich der Mittelpunkt denn der Nebel begrenzt das Sichtfeld auf einen Ring um mich.
Aber der Nebel kann die Welt auch mystisch gestalten weil er uns die Orientierung erschwert.
Eigenartig still wird es, ganz anders als wenn es schneit oder regnet. Das Wesen der Natur scheint näher zu rücken und greifbarer zu werden weil die bekannten Konturen sich verändern und unschärfer werden. Das Auge nimmt eine andere Sichtweise an und sieht Dinge diffus und daher solches was das normale Tageslicht nicht enthüllt.

- Allerdings da kann selbst im Sommer ein Feuer angebracht sein als Gegenkraft gegen die feucht-klamme Welt. Aber da zeigt sich wirklich, wie gut man seinen Ofen kennt, denn bei Nebel und Windstille den Küchenofen anzuwerfen bedarf des Fingerspitzengefühls

- Aber wenn er Tage anhält, so drückt er auf die Lebensgeister so wie anhaltender Regen, wie lange  Dunkelheit im Winter, wie immer nur die gleiche Temperatur oder ständiger Wind.
Selbst habe ich sogar schon erlebt, so unglaublich es auch klingen mag, dass ein ständig blauer Himmel nach ein paar Monaten mir auf mein Gemüt gegangen ist.

                     


- Auf dem Wasser löst sich die Welt bei Nebel leicht in „Nichts“ auf.

7. Mai 2010

Verschuldung


Es ist mir einfach unverständlich wie ein Staat sich dermaßen verschulden kann, dass er vor dem Bankrott steht.

- Die Staatssteuerer finanzieren selbst die laufenden Ausgaben mit geliehenem Geld und haben, wenn es zur Kasse geht, nicht die geringste Verantwortung zu tragen.

- Aber nicht nur das ist mir unverständlich, sondern ich habe im Grunde keine Ahnung, wer denn letztendlich die Schulden besitzt? Eine Frage die mich schon lange interessiert aber bisher noch keine zufriedenstellende Antwort gefunden habe.

- Denn der, welche die Schuldscheine in seiner Hand hat, kann dem Staat seine Willküren diktieren und steuert ihn somit letztendlich auch.

- Wieso, so frage ich mich, hat man sogar kaum ein Interesse daran, schuldenfrei zu werden?
Im Gegenteil, sie werden ständig höher.

- Ja, auch ich habe einmal Schulden gemacht, damals vor vielen Jahren als ich ein Haus kaufte.
Aber ich hatte auch vorher gespart, konnte die Hälfte direkt bezahlen, und dann weiterhin einfach und sparsam gelebt mit dem Ziel, meine Schulden so schnell wie irgend möglich los zu werden.
Und alle in meinem Umfeld haben gesagt ich wäre „dumm“, ich könnte mir doch anderes, sprich mehr, leisten.
Als ich den Rest bezahlte, so fragte mich die Bank, ob ich nicht lieber das Geld für ein neues Auto ausgeben wollte, ja sie waren sogar bereit, mir die gleiche Menge noch obendrauf zu leihen.
Und da verstand ich die ganze Unseriösität des Bankgeschäftes, die moderne Sklaverei und deren Sklaventreiber, sagte „Nein danke“ und bin seit dem schuldenfrei.

- Mir ist diese Haltung des Verschuldens um des „lieben Konsums willen“ so etwas von fremd und geht mir auch heute nicht in den Kopf.

- Allerdings, wenn ich mich umschaue, so bekomme ich es immer wieder bestätigt: „Wer Schulden hat ist unfrei“ und der Preis ist mir zu hoch um für nur simples „mehr leisten“ zu bezahlen.

- Soviel steht fest: wenn ich mir „Svenserum“ nicht mehr „leisten“ kann, dann ist die Armut größer als Schweden es zur Zeit als das Torp gebaut wurde, erlebt hat.


- Meist ist wirklich Schönes im Leben ohnehin gratis.

1. Mai 2010

Mal im Ernst


Obwohl ich ein Freund der Bücher bin, so ist es manchmal einfach zum lachen.

- Es gibt mittlerweile Regalmeter von Literatur die voller Tipps und Ideen sind um...ja, um mit weniger Dingen im Leben klar zu kommen.
Es werden Bücher in reicher Auswahl angeboten, die beschreiben wie man, Du, ich den Überkonsum verändern können und warum.
Und Du solltest ein Schnelleser sein, um Dich über die Entschleunigung zu orientieren.
Die Vermarktung des einfachen Lebens ist in vollem Gange, auch hier soll der Rubel rollen.

- Sollte uns das noch nicht genügen, so hat der Gedanke einen Sprung gemacht und wird akademisch aueinandergepflückt, seziert, gewendet und gedreht bis nur noch Fragen übrig sind.
Man versucht das Einfache in gewichtige Worte zu fassen, bereitet Platz zum doktorieren über dieses Thema und ergeht sich in Auslegungen, welche dann das Bücherregal vollends füllen.

- Ja, Du hast recht, auch ich trage dazu bei...allerdings so schreibe ich um meiner selbst willen, es ist frei für jeden zu lesen und ein Buch wird es kaum werden.
Kommerzielle Interessen sind ausgeschlossen, eine Gebrauchsanweisung soll es auch keine sein und mein Sprachgebrauch ist ja nicht gerade vollgespikt mit akademischen Ausdrücken.

- Dabei wäre das einzig Richtige und Ehrliche schon auf dem Buchumschlag zu schreiben: ”Willst Du einfacher und konsumloser leben?...dann kaufe mich nicht”. Denn genau das ist der erste Schritt in diese Richtung und schon verlässt Du den Bücherladen ent-schleunigst.


- Eines ist für mich klar. Hier stimmt ganz zweifellos:


-  "Probieren geht über studieren!"