1. Oktober 2012

Der Herr der Dinge

Besitze ich Dinge oder besitzen die Dinge mich?

- In ein paar Tagen bin ich also wieder an Land und einige Projekte warten darauf in Angriff genommen zu werden.

- Und wie immer, so werden wohl nicht alle fertig, und wie immer werde ich sie dennoch weiter verfolgen.
Nein, Stress habe ich keinen, denn bis auf Weniges sind es ja Ideen die verwirklicht werden könn(t)en, aber nicht müssen.

- Diesmal ist die Liste recht lang habe ich den Eindruck.
Da ist ja als erstes „Skip“, der Welpe den ich kennenlerne wohl recht viel Zeit widmen werde.
Dann steht ein elektrisches Fahrrad in der Werkstatt das fahrbereit gemacht werden will.
Der Sonnenfänger für das Haus in der Stadt wird zusammengeschreinert und der schon begonnene am Gartenhaus zu Ende geführt.
Holz will ich hacken, eine Tanne zumindest fällen, Kartoffeln ausgraben, den Garten winterfest machen, ein letztes Mal Gras mähen.
Der Brunnen soll eine Pumpe bekommen, meinen „Sonnenwarmwasserbereiter“ werde ich nächste Woche abholen.
Mit der restlichen Nanofarbe die Küchenaußenwand malen ist angesagt, die Öfen fegen ist allerdings ein Muss, jetzt, wo die Heizsaison wieder losgeht.
Die Batterie will ins Dachgeschoss „gewuchtet“ werden. Mal gespannt wie ich denn diese 67 kg dorthin bekomme ohne mir einen Hexenschuss einzuhandeln!
Und da ich wissen will wie die Winde blasen, wie hoch die Luftfeuchtigkeit innen und außen ist, so werde ich eine Wetterstation montieren.

- Ich habe gelernt dass es gut ist wenn ich Pläne und etwas zu tun habe an Land und nicht nur in den Tag hinein lebe.
Aber deshalb werde ich mir meine Zeit noch lange nicht diktieren lassen, denn noch bin ich der „Herr der Dinge“.


- Wäre ja wohl auch noch schöner... 

***

Kommentare:

Dresdenia hat gesagt…

Hallo Kap Horn,

ich lese Deinen Blog nun seit gut einen Monat und bin begeistert von Deinen Ideen und der Einstellung zum Leben. Mich haben die letzten Jahrzehnte auch geprägt in dieser Richtung. Jetzt lebe ich meist in Gambia/ Westafrika und fühle mich da wirklich glücklicher. Dort mache ich auch viele Dinge selbst. Arbeiten offiziell ist wegen EU-Rente Schluss aber ansonsten gibt es immer was zu tun. Du hast mit der Kälte zu kämpfen und ich eher mit der Wärme. Dieses Jahr will ich noch Solarstrom und Brunnen anschließen am neuen Wohnort. Dort ist autark angesagt. Da ist auch einiges zu machen was ich gerne tue. Ich werde Deinen Blog weiterverfolgen.

Viele Grüße von

Roland!

Kap Horn hat gesagt…

Hej Roland

Hört sich ja spannend an...allerdings, ich komme besser mit Kälte als mit Hitze klar. Anziehen kann ich immer was aber ausziehen geht halt nur bis auf die Haut!

Aber Du hast einen riesen Vorteil: Sonnenenrgie im Ueberfluss. Und damit kann man heute ja wirklich einiges machen. Klar, ist eine Kostenfrage, allemal fuer viele auf dem afrikanischen Kontinent, aber es gibt Möglichkeiten die noch vor einem oder zwei Jahrzehnten nicht realisierbar waren.
Und mit Wärme kann man ja sogar Kälte produzieren!
Mein alter Kuehlschrank lief ja auf Gas Modell "Absorption" (wurde mir zu teuer) aber Du kannst ja vielleicht Sonnenwärme benutzen?

Es ist fuer mich eine inspirierende Herausforderung finde ich mit einfachen Mitteln Lebens/Wohnqualität zu schaffen!

Grusse nach Afrika vom Norden

Kap Horn

Dresdenia hat gesagt…

Hallo zurück,

tja das Problem Kühlschrank beschäftigt mich schon lange, denn er braucht dann schon das meiste vom Solarstrom. Bin aber noch nicht auf so richtig brauchbare Alternativen gestoßen oder technisch sehr aufwendig. 12V Kompressor ist nicht billig und Absorber ist auch nicht so ideal. Also bleibt es beim Standardmodell erst einmal und mehr Batterien und Solarpaneel. Leider aber Sonne ist genug da.

Grüße in den Norden von Roland!